Montag, 27. August 2012

Toasts in Prag No. 1

Ja, ich geb zu, der erste Tag, bzw. Abend, ist schon rum. Allerdings komme ich jetzt erst dazu, den ersten Eintrag zu schreiben, da ich einerseits gestern total Erschöpft war und außerdem - neben der Berichterstattung - auch noch an mein Poster denken musste, das ich heute vorgestellt habe.
Das war im Übrigen im Rückblick ganz nett - zumindest wenn ich mit den Leuten geredet habe. Ok, viele haben sich mein Poster nicht interessiert angeguckt und bei der ersten Person habe ich auch gleich ins Fettnäpfchen getreten und Schund erzählt. Das hat mich dann auch die erste Zeit ziemlich geärgert und davon abgehalten ein Bier oder Wein zu nehmen. Denn das ist die Sache an Konferenzen, die mich sehr überrascht hatte. Der Empfang am Sonntag bestand aus einem riesigen Buffet, das ständig nachgefüllt wurde, was natürlich in ziemlicher Futterei ausartete. Eigentlich war ich überhaupt nicht hungrig, aber das sah so gut aus, da musste ich doch einiges probieren. Am nächsten Tag gab es in der Kaffeepause morgens auch noch drei verschiedene Sorten Mini-Muffins - nicht genug, dass wir schon zum Frühstück ein Buffet hatten. Nunja, was ich besonders sonderbar fand war, dass es ständig immer Bier und Wein (Weiß- und Rotwein) gab. Zur Postersession gab es zudem noch für jeden zwei Getränkekarten. Lustigerweise waren die Standardgetränke allerdings frei, sodass man quasi dazu angehalten wurde alkoholische Getränke währen des Poster-Vorstellens zu sich zu nehmen, um die Karten einlösen zu können.

Da ich heute auch nicht ausgeschlafen hatte, bin ich fast während der Einführungsvorlesung eingeschlafen. Auch als wir nachher eine Tour durch die Stadt, an der Kathedrale vorbei, gemacht hatten, dacht ich das halte ich nicht durch. Erstaunlicherweise ging es mir dann nach dem Mittagessen, bei dem ich zu einem wohl recht tschechischen Gericht ein Bier getrunken hatte, ganz gut.

Prag an sich ist ganz nett. Gerade die Touristenecken sind natürlich sehr schön. So zum Beispiel die Kathedrale, in dessen Nähe eine Art Park ist, von dem man eine super Aussicht auf die Stadt hat. Ansonsten merkt man allerdings, dass es eine Großstadt ist und es sieht entsprechend aus. Nervig ist jedoch, dass man nicht das Gefühl hat, aus Deutschland rausgekommen zu sein. Das erste, das wir sahen, als wir in die tschechische Replublik "einfuhren", war ein Schild mit Werbung für Kaufland. Des Weiteren habe ich hier schon zwei Rossmanns gesehen, Obi, etc. Überall deutsche Geschäfte, bzw. Filialen. Aber natürlich auch aus anderen Ländern. So sieht man an jeder Ecke Starbucks und öfters Subway, sowie ständig Geldwechselstände. Meine Lieblingsfilialen, die im Grunde um die Ecke zu unserem Hotel sind, sind die Landesbank Baden Württemberg und Arko.
Das ganze wird davon unterstützt, dass man an jeder Ecke Leute deutsch reden hört. Man hat das Gefühl in Deutschland zu sein - aber eben mit ein paar anderen Häusern und Geschäften. Sowieso sind wahrscheinlich mehr Touristen da, als Tschechen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, was wir hier noch so sehen werden.

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