Montag, 27. September 2010

"Wir sind Brot, Widerstand ist zwecklos. Haaa ... haaa."

Yaaaay, nach dem Upgrade unserer Satellit-Anlage kann ich jetzt auch die Endloschleifen mit Bernd (dem Brot) auf Kika nach 20 Uhr sehen ^^. Das ist einfach genial. Extrem stumpf, aber so ein schmarrn, besser gehts kaum ;).
"No, das man schönes Sammlerpüppschn. Wie hoist se denn?"
"Gnampf!"
"Oh wie süß, die kleene Gnampf, schicken se mir doch gleich mol dräi davon nach Hause."

Man muss es sich einfach mal angeguckt haben.

Dienstag, 21. September 2010

Backen, Backpapier und Brötchen

Mir ist soeben etwas recht interessantes aufgefallen. Bei meinem Versuch Brötchen zu machen (ich sollte mir abgewöhnen diese über Nacht gehen zu lassen) habe ich diese wohl zunächst zu kurz gebacken. Die Kruste war nicht genug ausgeprägt, die Brötchen sind auseinandergefallen beim abmachen. Aber viel interessanter war, dass sie auch sehr stark an dem Backpapier klebten, sodass ich dieses gar nicht richtig abbekam. Nunja, ich hatte die Brötchen dann noch mal nachgebacken und auf einmal lösten sich die Brötchen wunderbar. Interessanter Test, ob die Brötchen fertig sind. Aber ich befürchte das funktioniert auch nur, wenn man den Teig einige Stunden darauf hat liegen lassen.

Montag, 20. September 2010

Galileo

ist ja nun nicht dafür bekannt so sonderlich wissenschaftlich seriöse Sendungen zu liefern. Nunja, um es kurz zumachen, wurde heute unter anderem erklärt, warum Frischhaltefolie besser an sich selbst klebt, als an anderem und wie man das verhindert/umgeht. Das soll wohl an Adhäsionskräften liegen, die zwischen glatten Flächen natürlich größer sind (und mit der Fläche eben auch ansteigen). Interessant fand ich allerdings eher den Kommentar, dass die Frischhaltefolie Öle enthielte, die bei höheren Temperaturen eben weniger starr sind und dadurch stärkere Kräfte ausüben (daher soll Frischhaltefolie im Kühlschrank gelagert weniger an sich selbst kleben). Da haben wir also die nächste Ausrüstüng eines Appartements mit Ölen. Fehlt nur noch, dass diese auch autoxidieren und Aldehyde abgeben ^^. Nunja, dann wäre Frischhaltefolie immerhin antibakteriell.

Experimente update

Letztens entdeckte ich ein Buch in einem Zeitschriftenladen im Hannoverschen Bahnhof. Der Titel war "Dangerous Book for Boys" (Das Buch war allerdings ins Deutsche übersetzt). Das Buch enthielt viele Experimente und anscheinend auch Geschichten für Jungen ... und anscheinend auch junggebliebene ;). Es sah sehr interessant aus, muss ich sagen. Jedenfalls enthielt es auch den obligatorischen Versuch, eine Batterie zu bauen. Bisher waren meine Versuche ja nicht so wirklich von Erfolg gekrönt, weshalb mich die Aufbauten von anderen immer interessieren. In dem Versuch gab es allerdings sogar eine "praktische Anwendung". Das heißt, es wurde nicht nur mit einem Multimeter gemessen, dass eine Spannungsdifferenz existiert und ein Strom fließt (fließen kann), sondern es sollte auch möglich sein mit der Batterie eine LED zum leuchten zu bekommen. Das hatte mich doch erstaunt, da ich bisher nicht mal einen konstant fließenden Strom bei meinen Versuchen messen konnte. Genanntes Experiment verwendete dazu Alufolie, Essig, Salz und 1 Euro Münzen (und eben die LED). Nunja, meine Münzen wollte ich nicht opfern, zumal ich ja auch Kupferfolie habe. Als LED hatte ich hier noch eine gelbe, die nach kurzer Recherche bei Reichelt angeblich eine Spannung von etwa 1.8 Volt benötigt und ab 2 mA nennenswert zu leuchten beginnt. Da meine bastlerischen Fähigkeiten ja nicht gerade rühmlich sind, musste also erstmal getestet werden, wie viele Elemente ich für den Betrieb der LED benötigen würde. Also erstmal zum Aufbau:

Das Kupferblech dient als Kathode, die Alufolie als Anode und das getränkte Löschpapier als Membran. Getränkt wird es mit einer Lösung aus Salz in Essig und dann einfach zwischen die beiden Platten gelegt. Ich denke das Salz ist nötig, um die passivierte Schicht des Aluminiums zu "durchdringen". Das hilft zumindest sehr bei der Reaktion mit Säuren. Wäre einen Versuch wert, das mal ohne Salz zu versuchen, da sich die Alufolie so natürlich auch recht schnell zersetzt.

Nunja, gemessen wurde etwa eine Spannung von 0.6 Volt und bei recht feuchtem Löschpapier ein konstanter Strom von etwa 6-7 mA. Dass der Strom schonmal messbar war, war an dem Punkt schon ein richtiges Erfolgserlebnis. Denn das hieß, dass das ganze funktionieren könnte. ^^ Und das bei einem Experiment, das ich selbst durchgeführt hatte. Also mussten drei solche Zellen gebaut werden, um auf etwa 1.8 V zu kommen. Und nachdem das mit viel Klebestreifen getan war, konnte sogar wirklich ein leichtes Glühen von der LED vernommen werden.

Eher ungewollte Experimente hatte ich dann noch nebenher durchgeführt. Eine Warnung vorweg: Es sollten keine alkalisch reagierenden Chemikalien auf einem Linoleum-Fußboden liegen gelassen werden. Ich bin mir zwar nicht 100%ig, aber doch ziemlich sicher, dass der Fußboden meines Appartements aus Linoleum besteht. Ich hab i.Ü. gerade in der Wiki erfahren, dass solche Fußböden aufgrund der ständigen Autoxidation des Linolöls immer Aldehyde produzieren und daher antibakteriell sind. Es ist also doch wohl gut öfters mal zu lüften ^^. Aber zurück zum Thema. Ich wollte mir mal wieder eine ZnCl-Lösung erstellen, indem ich es mit NaOH löse und nicht mit HCl, da letzteres eine viel zu starke Reaktion auslöste. Nunja, dabei verteilte sich das Natriumhydroxid leider etwas und weil ich davon ziemlich genervt war, ließ ich es erstmal auf dort liegen, wo es war. Blöde Idee, wie ich mir eigentlich auch vorher hätte denken können. Der Großteil lag auf der Spüle und löste sich so in Restpfützen. Natürlich hatte ich in diese später reingegriffen, was ich dann durch das Brennen an meiner Hand bemerkt -_-. Nunja, aber nicht nur das, NaOH ist ja anscheinend auch so recht hygroskopisch und löst sich auch dadurch etwas. Nunja, später schienen die Kügelchen jedenfalls weg und anstelle dieser waren dort dafür aber braune Stellen. Machts jetzt nicht gerade besser, wenn ihr mich fragt. Ist zwar alles nur eine Hypothese von mir, aber auch wenn ich wahrlich mit dem Gedanken gespielt habe, diese zu überprüfen, sollte ich meinen Fußboden lieber schonen. Fakt ist jedoch, dass Linoleum empfindlich auf basische Chemikalien reagiert.
Und das Zweite: Das mit der Salzsäure hatte ich ja schon angedeutet. Um sie zu entsorgen wollte ich sie natürlich neutralisieren. Dazu muss man ja ab und zu den pH-Wert kontrollieren. Kein Problem, da ich ja pH-Papier habe. Nur sollte man es unterlassen dieses auf einer Alu-Spüle abzulegen. Ich bin ja davon ausgegangen, dass sich die Salzsäure in das pH-Papier gesaugt und mit dessen Chemikalien reagiert hat, aber anscheinend reichte das nicht aus, oder es hat weiter reagiert. Jedenfalls entdeckte ich später eine schöne dunkle Verfärbung an der Stelle. Aber es war eh nicht gerade Clever das ganze über der Alu-Spüle zu machen. Ein Glück habe ich nichts von der Salzsäure daneben gekippt ...

Nunja, selbst schuld, kann man da nur sagen. Seit einiger Zeit habe ich aber auch schon wieder eine neue schwachsinnige Idee für ein - meiner Meinung nach - interessantes Experiment. Wieder geht es um Energie. Denn ich mag alternative Energien, Bio-Energien, oder selbst synthetisierte Treibstoffe. Nunja, da ich so schnell keinen Heimtrainer mit Generator bekomme (Ja es gibt genug Anleitungen zum Selbstbau, aber darin bin ich ja nicht so bewandt), muss die Bio-Energie irgendwie anders hergestellt werden. Bio-Gas wäre auch cool, aber so einen großen Behälter habe ich nicht. Außerdem stinkt das wahrscheinlich arg. Im Zimmer wäre das ungünstig. Bio-Diesel selbst machen ist auch nicht so einfach. Zum einen braucht man dafür angeblich Methanol und zum anderen auch noch Pflanzenöl. Nunja, das bekommt man auch so im Supermarkt, aber besser wäre natürlich noch selbst angebaut ^^. Jedenfalls ist mir da die Idee gekommen, da ich ja in letzter Zeit öfter Hefen züchte, eben diese zu verwenden, um Strom zu erzeugen. Man müsste nur eine so große Kultur erzeugen, dass sie genug CO2 produziert, um ein kleines Windrad anzutreiben. Ist natürlich nichts, was die CO2-Bilanz so sehr begünstigt. Alkohol erstellen lassen und verbrennen ginge natürlich auch, aber das wäre schwerer zu trennen und würde die Hefen eingehen lassen.
Hmm, aber vielleicht wäre die Mini-Biogasanlage daher doch besser ^^.

Sonntag, 12. September 2010

Long time no log

Ja, ist schon länger her, mein letzter Eintrag. Immerhin war ich auch ziemlich oft unterwegs
und hatte nicht mehr so viel über nicht funktionierende Programme zu meckern. Mal sehen was
ich noch so zusammen bekomme.

Zunächst standen ja die Besuche bei den Eltern an. Das heißt etwa eine Woche in Bad Zwischenahn
und eine weitere in Niebüll (Region). In Zwischenahn stand mal wieder die Woche an, weshalb man
meinen möchte, da hätte es genug zu sehen gegeben. Allerdings hatten wir schnell gemerkt, dass
man dort zwar viel essen kann, aber sonst doch recht schnell durch ist, besonders wenn das Budget
nur im zweistelligen Bereich liegt. Naja, essen ist ja auch schön. Und es gab auch noch wieder
einige Karoussells und andere Aktivitäten für kleinere Leute. Leider gab es nur so eine Luft-Schiffswrack-Rutsche
und keine richtige Hüpfburg. Das wär dann noch richtig toll gewesen. Aber naja, es gibt ja auch
noch den Kurpark und mehrere Bootsverleihe. Ersteres hat man jedoch schnell fertig besichtigt und letzteres
haben wir dann auch zwei mal in Anspruch genommen. Rudern macht eigentlich ziemlich Spaß, nur bekommt
man dabei leicht Blasen an den Händen, wenn man zu einer bestimmten Zeit wieder zurück sein muss. Zum Segeln sind
wir leider nicht mehr gekommen, da diese alle ausgeliehen waren, als wir das angehen wollten. Dafür hatten
wir dann die Wellen mit einem Elektroboot gejagt ^^. Auch diesmal hatten wir natürlich Lose für die
Ziehung. Diesmal wollte ich auch extra spät Lose holen, damit sich die Chance auf einen Gewinn erhöht.
Ok, es war dann doch Samstag, wenn ich mich recht erinner. Das Ergebnis war auch wieder das gleiche:
Die Gewinnzahlen umschifften geschickt unsere Losnummern. Es scheint sowieso so ein ungeschriebenes
Gesetz zu sein, dass man nur gewinnt, wenn man dort das erste Mal mitspielt und nur per Zufall genau
ein Los kauft.
Danach sind wir dann in den schönen, windigen und sehr verregneten Norden Deutschlands gefahren ^^.
Ich muss zugeben, es gab auch trockene Momente. Die Umgebung dort ist wahrlich idyllisch. Überall Felder
und jede zwei Kilometer vielleicht mal ein Haus. Sehr schön ist auch die nächste größere Stadt: Niebüll
Durch die Innenstadt geht man zwei Minuten zu Fuß ... maximal. Über die Hirarchie von Deichen wurde
ich dann auch noch belehrt, als es uns zu der Nordsee in Dagebüll getrieben hat. Ich bin ja ganz froh,
dass wir dort keinen "Eintritt" zahlen mussten, immerhin ist das ein Luftkurort ^^. Einen Vorteil hat es
natürlich, wenn das Wetter dort oben etwas stürmiger ist. Daher konnten wir nämlich sehr gut einen
Lenkdrachen steigen lassen, der einen in normaler Flughöhe schon ziemlich ziehen konnte. Wer weiß,
etwas mehr Höhe und wäre abgehoben ^^. So weit hatte ich es allerdings nicht probiert. Ich hatte aber
schon ganz vergessen, wie viel Spaß so etwas macht.

Des Weiteren hatte ich mich in der letzten Zeit etwas mehr mit kleinen Servern und besonders dem
Leistungsverbrauch beschäftigt. Dabei wurde mir gezeigt, dass die Physik-Vorlesungen viel zu lange
zurück liegen ^^. Denn beim Messen des Verbrauchs/der Leistung von verschiedenen Gerätschaften bei
mir zu Hause (in meiner Wiki zu sehen), ist mir ein fundamentaler Fehler unterlaufen. Wobei ein
Fehler war es eigentlich nicht direkt, nur ungenau ;).
Der Effekt: Ich hatte mich schon gewundert, wie viel das Mainboard mit dem Intel Atom 230 verbrauchte,
besonders im Vergleich zu meinem Haupt-Desktop-PC mit einem AMD X2 4850e. Ok, dabei muss man sagen,
dass ich die Idle-Werte verglichen hatte und der Atom keine Taktkontrolle hat. Trotzdem.
Das Problem: Ich war mir bei dem Messgerät nicht sicher, ob die Einstellung W oder VA richtig ist,
um den aktuellen Leistungsverbrauch zu messen. Da W meist weit geringer als VA war, nahm ich einfach
an, dass VA die richtige Einstellung wäre.
Die Erklärung: Natürlich ist beides richtig. Wie das so immer ist. Der Unterschied ist nur, dass VA
die Scheinleistung bezeichnet und W die Wirkleistung. Beides sind Eigenschaften einer
Wechselspannung/eines Wechselstroms, sofern es durch Spulen oder Kondensatoren zur Verschiebung der
Phase zwischen Spannung und Strom kommt. Dadurch wird die Leistung -- sofern die Vorzeichen von
Spannung und Strom beide negativ sind -- wieder in das Stromnetz zurückgespeist, geht also ungenutzt
verloren. Dadurch wird natürlich weniger Leistung verwendet, als entnommen wurde. Die so verloren
gegangene Leistung wird Blindleistung genannt. Die tatsächlich verwendete Leistung wird Wirkleistung
genannt. Die Scheinleistung ist dann das geometrische Mittel (Pythagoras) der beiden, also die gesamt
entnommene Leistung. Näheres ist in der Wikipedia schön unter "Blindleistung" beschrieben. Naja und
da es relativ aufwändig ist, Blindleistung zu messen, wird kleinen Abnehmern wie Privatleuten nur der
Wirkanteil berechnet.
Eigentlich ist also wirklich der Scheinanteil der gesamte Verbrauch, wenn es um die Kosten geht,
zählt jedoch nur der Wirkanteil. Daher werde ich die meisten Messungen nochmal machen müssen und
hoffen, dass der Verbrauch des Atom-Boards diesmal mehr meinen Erwartungen entspricht ^^. Mal sehen.

Ein anderes Thema sind die Zinkanoden, die ich noch bei mir zuhause rumliegen hab. Eigentlich wollte
ich daraus ja Batterien bauen. Sehr cool wäre auch noch, wenn ich damit den Server betreiben könnte.
Jedoch sind die Geometrien ein kleines Problem. Sie haben zwar, dadurch dass sie in Benutzung waren,
eine recht große Oberfläche, aber sie sind recht groß und lassen sich daher schlecht zu einer Zitronen,
oder Kartoffelbatterie verarbeiten. Zugegeben, die Ströme wären damit eh nicht allzu groß, aber
zum testen finde ich diese Art der Umsetzung doch ziemlich cool. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, die Metalle einfach in eine Säurelösung zu packen, ohne eine Membran. Das ist jedoch für
die Effizienz eher hinderlich. Außerdem erschwert sich dadurch der Aufbau recht stark. Darum war
der Gedanke die Anoden einzuschmelzen und neu zu formen. Mit einer Schmelztemperatur von etwa 400 °C
ist das noch im Bereich des Heimlabors ;). Unpraktisch ist nur, dass die Anoden etwas mit einer
weißen Substanz, ich nehme mal an Zinkchlorid, überzogen sind. Zinkchlorid schmilzt allerdings
schon bei etwa 300 °C. Etwas ungünstig, aber wahrscheinlich nicht kritisch. Allerdings fand ich
in einem Online-Forum auch die Warnung das lieber zu lassen, aufgrund des Zinkfiebers. Das ist
anscheinend eine Fieberartige Erkrankung, die generell durch Metalldämpfe verursacht wird, wenn
die beim Schmelzen eingeatmet werden. Angeblich geht sie jedoch nach einiger Zeit wieder weg und
hinterlässt keine schäden. Trotzdem sollte man das Schmelzen bei so hohen Temperaturen daher vielleicht
nicht im Appartement machen. Zumal da noch die Frage ist wie. Mein letzter Ansatz war in einem
Stahltopf über einem Campingkocher.
Bei der Recherche über das Schmelzen von Zink bin ich allerdings auf eine andere interessante
Eigenschaft gestoßen. Konzentrierte Zinkchloridlösungen sollen sich ähnlich wie konzentrierte
Schwefelsäure verhalten. Das heißt sie dehydratisieren genauso Holz. (Ich denke daher auch Zucker,
wie es immer in Demonstrationen mit Schwefelsäure verwendet wird.) Ob solch eine Herstellung
von Kohle natürlich erstrebenswert ist lasse ich mal offen, aber ein interessanter Zugang dazu
ist es trotzdem.