Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kranker Quantenschnee

Zugegeben, der Eintrag kommt etwas spät. Mittlerweile ist ganz Deutschland vom Schnee zugedeckt worden, bzw. taut langsam schon wieder ab (naja, die Straßen sind jedenfalls teilweise frei ^^). Aber trotzdem: Was haben Quanten mit Schnee gemein? Natürlich Göttingen. Wie gesagt hat es sich zwar mittlerweile beruhigt, die ersten Wochen dieser Schneezeit waren jedoch schon ziemlich krass. Es hatte im Grunde jeden Tag geschneit und wurde ständig mehr. Fand ich ja eigentlich ganz cool (wobei ich immernoch keinen Schneemann gebaut habe >_<), nur ist es sehr nervig, wenn einem ständig Schneeflocken beim Fahrradfahren in die Augen wehen. Da konnte man dann eigentlich auch gleich die Augen zu lassen, viel mehr hat man eh nicht gesehen. Naja, fast. Und sehr schön war auch, als ich dann morgens von mir zur Uni musste, was sich mit dem Fahrrad durch den meterhohen Schnee als etwas schwierig herausstellte. Immerhin bin ich nicht hingefallen, aber wurde dann von einem Taxi von der Straße gescheucht, da meine Fahrspuren durchgängig eine schöne Sinuskurve beschrieben. Naja, erst etwas angenervt hatte es doch einen Vorteil, dass nämlich die Fußgängerwege weit besser geräumt waren, als die Straßen. Wobei man da auch nur teilweise von "Räumung" sprechen konnte. Naja und das Gestreute war ja sowieso ein Placebo. Ich verstehe gar nicht, wie sie in den Nachrichten darauf kommen, dass die Städte so schnell ihre Streusalzvorkommen aufgebraucht hätten. In Göttingen schien so etwas gar nicht verwendet zu werden. Das Mittel der Wahl waren stattdessen diese mittelgroßen schwarzen Steinchen, die sich mit Vorliebe in Schuhen und Reifen fest hingen. Dadurch hatte man zusätzlich zu dem Schnee noch eine exzellente Hilfe bei der Verschmutzung seiner Wohnung, geschweige denn bei der Zerstörung der Karosserie seines Autos. Nunja, es geht allerdings auch anders, wie mir in Zwischenahn dann letzten Donnerstag demonstriert wurde. Sicherlich gab es auch da noch einige glatte Stellen, aber die Fußgängerwege sahen weit besser geräumt aus. Die Waldstrecke natürlich nicht, aber das hätte dann auch die Idylle zerstört.

So, nun zu den Quanten. Dabei ging es eigentlich nur darum, dass ich noch einmal ein paar Programme festhalten wollte. Vielleicht habe ich das teilweise schon getan. Zum einen gab es für quantenmechanische Rechnungen das OpenSource-Programm PSI3. Abgesehen davon, dass es frei gedownloaded und verwendet werden kann, scheint es auch die meisten Methoden zu beherrschen. Kurz gesagt: MP2 ist drin, sowie CCSD(T) und verwandte Sachen. Orbitale können natürlich ebenso berechnet werden, wie Minimierungen. Mir wurde allerdings empfohlen Orca gegenüber PSI3 zu verwenden. Ausprobiert habe ich das noch nicht wirklich. Der Umfang scheint aber ähnlich groß. Zudem scheint das Handbuch sehr umfangreich zu sein. Ich konnte jedoch noch nicht konkret rausfinden, ob NMR-Kopplungen berechnet werden können. Ein weiteres Hindernis ist andererseits, dass man sich auf deren Seite anmelden muss, bevor man Orca verwenden darf. Danach ist es aber für nicht-kommerzielle Zwecke frei verwendbar. Ein anderes Thema wäre natürlich noch die Parallelisierung, was ich aber im Moment nicht so im Kopf habe und auch nicht ausprobieren kann.

Und warum "kranker" Quantenschnee? Nunja, dass der Titel aus wild zusammengewürfelten Stichpunkten entstand, dürfte euch schon aufgefallen sein. Dabei geht es nämlich um mich (na so was ^^). Ich hatte mich während der Weihnachtstage anscheinend schon erkältet, aber letzten Montag ging es dann richtig rund. Ich weiß nicht ob es an zu wenig Essen und Trinken lag, oder nur an der Erkältung. Jedenfalls war ich fast den ganzen Tag schlapp und dabei wollten wir doch noch Möbel ausräumen. Und kurz vor Schluss kams dann natürlich richtig dicke, sodass ich den Abend im Grunde in der Horizontalen verbrachte. So etwas hatte ich selten, da dann auf einmal auch der Kreislauf mehr Freizeit haben wollte. Entsprechend ging das mit mal mehr mal weniger kribbelnden Gliedmaßen und Schwindeligkeit einher. Beine Hochlegen half in so einer Situation glücklicherweise. Nunja, am nächsten morgen ging es mir schon wieder ganz gut, dann waren hauptsächlich nur noch die Erscheinungen der Erkältung zu erkennen. Das "interessante" bei der ganzen Sache ist jedoch, dass mir letztes Jahr ähnliches passiert ist, meine ich. Just an dem Tag bevor ich wieder nach Göttingen fahren wollte, ging es mir nicht gut, wodurch ich das Ganze verschieben musste. Es müsste außerdem in etwa um das gleiche Datum gewesen sein. Ob das Zufall war? Ich werde es die nächsten Jahre sehen.

Und wer es tatsächlich bis ans Ende dieses Eintrags geschafft hat (oder so clever war bis zum Ende zu springen ;) ), dem wünsche ich (aber den anderen insgeheim natürlich auch) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vorher werde ich wohl nicht mehr schreiben.

Montag, 20. Dezember 2010

Neue Erkenntnisse

über mein Funkgerät usw. Als mich mein Bruder darüber ausfragte, hatte ich mich schon gewundert, warum ich keine UKW-Radio-Funktion gefunden hatte, da alle neuen Dualband UHF/VHF-Funkgeräte so etwas eingebaut haben. Aber letztendlich war die Funktion einfach nur gut versteckt. Das Handbuch zu dem Gerät ist auch genial. Es liest sich wie eine Google-Translate-Übersetzung aus dem Englischen, das wiederum aus dem Chinesischen GTed wurde. Naja, zumindest fast ;). Und einige Einstellungsmöglichkeiten werden nicht mal dargestellt. Vielleicht gehen sie davon aus, dass die Abkürzungen bekannt sind, mag sein. Der Radioempfang wundert mich auch etwas. An einigen Stellen hört man gleich mehrere Sender, als wäre der Filter dafür nicht richtig dimensioniert. Bei manchen geht es dann aber ziemlich gut, zumindest konnte ich Radio 21 als einziges hören ;). Dafür gab es da irgendein pochen. Nunja, das Gerät hält auch noch massig Einstellungsmöglichkeiten, die ich noch nicht erforscht habe. Dafür habe ich in Zwischenahn auch mal wieder mitbekommen, warum es so toll ist Amateurfunkern zuzuhören, bzw. mitzureden (was ich ja leider noch nicht durfte). Irgendwie kamen sie auf die Verwendung von Kaliumcyanid. Abgesehen von dem Hinweis auf die Toxizität gab es noch Vorschläge zur Verwendung als Dotierungsmittel und dass das einmal für Mumien verwendet worden sei. Die Diskussion war natürlich nicht so ganz ernsthaft gemeint, aber trotzdem wäre das ein super Einstiegspunkt für mich gewesen ;). Allerdings muss ich auch sagen, dass sie relativ schnell nacheinander gesprochen haben, wodurch es meiner Einschätzung nach relativ schwierig geworden wäre sich zwischen zu melden, ohne jemanden zu stören.

Aber nun zum eigentlichen Highlight des Posts. Als ich vor einem Laptop mit meinem Funkgerät im 70 cm Band rumspielte und versuchte das Relais zu öffnen, viel mir auf, dass etwa im Abstand der Größe des Laptops beim Senden der LCD-Bildschirm aus ging. Auf Knopfdruck. Schon ziemlich cool. Bei etwas größerer Entfernung schien es nicht mehr zu funktionieren und auf 2 m auch nicht, aber trotzdem beeindruckend. Mit kleinerer Leistung (0.5 W anstatt 4 W) ging es auch noch, aber ob das auf die Entfernung ausschlaggebend ist auch die Frage. Jedenfalls muss ich das Phänomen noch etwas weiter untersuchen. Wäre lustig, wenn es eine periodische Abhängigkeit gibt ^^. Ich glaube zwar eher, dass es generell an dem starken E-Feld liegt, aber das erklärt nicht, warum es auf 2 m nicht funktioniert.

Samstag, 18. Dezember 2010

Kumos Zerstörungswahn

Irgendwie scheine ich eine ziemlich zerstörerische Wirkung auf meine Umwelt zu haben. Und das meiste, das ich angehe, geht in irgend einer Weise daneben. Scheint sich auch auf meine Präparate auszuwirken. So habe ich bei dem zweiten Versuch mein Borsäurederivat herzustellen noch weniger Ausbeute als beim ersten mal. Nämlich nahezu gar nichts. Zwar hat die Stufe angeblich nur 51 % Umsatz, aber trotzdem soll sie nahezu immer funktionieren, mal abgesehen von potentiellem Wasser in den Edukten. Naja, dafür ist meine wässrige Phase über nacht von klar zu rosa übergeschlagen. Sehr motivierend. Und ich denke es mal wieder geschafft zu haben NaCl auszufällen. Ist ja schon ne Leistung, wenn man zunächst mit Salzsäure angesäuert und später mit Natriumhydroxid neutralisiert hat, bzw. umgekehrt. Ein anderes Bild der Zerstörung zeigen die Mülleimer an der Uni, bzw. der Mensa. Diesmal nicht unbedingt durch mich verschuldet, aber trotzdem durch Studenten. Bild im Anhang.
Naja und um mich mal wieder etwas in den Mittelpunkt zu rücken (hach, hab ich das vermisst ;)), geh ich kaum aus dem Rewe um nach einem erneut erfolglosen Labortag eben noch kurz einzukaufen, hängt sich die Tür kurz vor mir fest, sodass man sich schon fast durchquetschen muss. Zufall? Aber sicher doch. ;)
Und nun habe ich endlich mein Handfunkgerät, darf aber ja leider noch nicht senden, da ich noch keine Lizenz habe. Aber natürlich konnte ichs nicht lassen damit zu spielen. Mal abgesehen dass ich ständig zufällig auf den Senden-Knopf kam, konnte ich mich meines Spieltriebs natürlich nicht erwehren und versuchte ein Relais in der Nähe zu öffnen ... sowas passiert ja eh öfters, stört daher keinen, etc. Doof nur wenn man vergisst auf den Sendekanal zu wechseln und somit den Leuten die Ohren volltrötet, die das Relais abhören. Nach erneutem Versuch kam dann auch ein etwas genervter Hinweis, nach dem das Gerät schnell wieder im Rucksack verschwand. Fazit: Kaum hab ich endlich ein Funkgerät, hab ichs mir auch gleich mit den Amateurfunkern versaut. Wahrscheinlich ein neuer Rekord.
Naja, wers war weiß glücklicherweise keiner ... hoff ich -_-. Nun muss ich nur noch heraus finden, mit was ich meine Nachbarn so zugefiept habe. Ich hoffe mal mein Ausbilder liest das hier nicht *hust*.

Mal sehen wies so die nächste Zeit weiter geht. Ich dachte ja eigentlich Ausschlafen hilft gegen solche Fehler, aber irgendwie schien das in letzter Zeit nicht so.

Achja, das zweite Bild ist übrigens der schöne Ausblick aus den Fenstern des OC-Praktikums. Mit Schnee schon fast idyllisch, zumindest solange man nicht weiß wo man da gerade steht ....

Dienstag, 7. Dezember 2010

Mal was anderes

Und zwar Feststoff. Ja, es ist schon fast nicht zu glauben, aber als ich heute meine Substanz aus der Gefriertruhe holte, war einiges an Feststoff vorhanden, der zwar noch recht verschmutzt aussah, aber auch sehr vielversprechend. Und das aus Methanol, wie es in der Vorschrift stand *hust*. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich es auch oft mit Essigester versucht habe, mit dem es andere auch gut hinbekommen hatten. Mit Methanol hatte ich es ja zuerst auch versucht, allerdings ohne es in den Gefrierschrank zu stellen. Und dabei fiel nichts mehr aus.

Außerdem bin ich bei einer spontanen Suche nach Stolpers im Internet auf eine Reihe anscheinend relativ bekannter Leute gestoßen: Gustav Stolper
Und auf mir etwas suspekte Seiten, wie zum Beispiel 'catsthatlooklikehitler.com'.
Andererseits hat diese Seite auch ein recht lustiges Video auf Youtube von einer boxophilen Katze (Maru) verlinkt.

Montag, 6. Dezember 2010

Same Praktikum as every day

Mja und wieder ist ein Montag rum. Und wieder hab ich eigentlich nichts geschafft. Aber sofern ich es nicht wiederholen muss, ists ja schonmal was. Denn heute war eine nukleophile Substitution von Bromid mit Cyanid dran. Also war alles, außer mein Lösungsmittel, giftig. Und Kaliumzyanid ist ja schon berühmt berüchtigt. Entsprechend viel Spaß hat das auch gemacht, vorallem wenn einem dann beim Abwiegen auf der Giftwaage durch den Luftzug die Hälfte durch den Abzug weht. Das andere Substrat war 2-Brombenzylbromid, das lustigerweise im Sicherheitsdatenblatt nur mit C angegeben war, auf der Flasche dann aber plötzlich mit T. Und in der Vorstufe (die wir nicht machen mussten) war die Substanz als Öl beschrieben. Ok, es soll bei 29-34 °C schmelzen, aber trotzdem gibt man den Aggregatzustand doch bei Raumbedingungen an, oder nicht?
Ich hoffe mal, da ist nicht zu viel Cyanid verteilt worden. Apropos Verteilung:
Da wollte man mal netter Weise die Waage putzen, weil bei einem selbst auch ein wenig daneben gegangen ist und kaum ist man dabei fangen einem die Augen an zu brennen. Ich bin mir nicht sicher ob ich wissen will, was da verkippt wurde. Jedenfalls konnte man sich dort nicht mehr allzu lange aufhalten. Und das brennen war schon recht stark. Das Edukt meiner Reaktion sollte es eigentlich nicht sein, jedenfalls hatte ich keine Hinweise dazu gefunden.
Auch sehr schön ist es, auf dem Weg nach hause die Gulli-Deckel dampfen zu sehen. Ich wollte eigentlich ein Foto davon machen und hier hochladen, aber bei der Lichtausbeute wurde das mit meinem Handy nicht so wirklich was.
Und ich hätte mich vorhin mit dem Fahrrad auch das erste mal fast hingelegt, weil es glatt war (so wie es sich anfühlte). Bin ja mal auf die nächsten Wochen gespannt.
Und wer sich wundert, wie es mit meinem Projekten voran geht, den muss ich leider vertrösten. An Chemtris wurde bisher eigentlich gar nichts getan, auch wenn es natürlich nicht aus der Welt ist. Gerade mal den Amateurfunk schaffe ich einigermaßen weiter zu verfolgen. Aber bald sind ja Winterferien ;).

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Was auch immer.

Ja, mir ist mal wieder kein Titel eingefallen. Und wahrscheinlich hab ich auch mal wieder die Hälfte von dem vergessen, das ich schreiben wollte ;). Aber lasst es mich mal probieren. Praktikum läuft ja immer noch nicht so, das eine Produkt will einfach nicht so wirklich auskristallisieren, wies scheint. Mittlerweile spiel ich mit dem Gedanken auszuschütteln. Naja, aber nun scheint mein Programm zum Löschen von Resten in einem Protein zu funktionieren. Die Rechnungen beschweren sich zumindest nicht. Das war aber teilweise auch ein Fehlergesuche. Nur weil stringstream die Fehlerbits anscheinend nicht zurücksetzt und so nicht richtig arbeitet, auch wenn der String neu gesetzt wird. Cplusplus.com ist ja echt eine geniale Referenz, aber bei manchen Sachen finde ich es manchmal etwas kurz.
So, ich hab heute ein extrem geniales Funkgerät gefunden, das erst letztens rausgekommen ist. Die eierlegende Wollmilchsau des Amateurfunks. Fehlt nur noch, dass man externe Antennen anschließen und auf Kurzwelle funken kann. ^^ Naja, der Preis ist ja auch entsprechend.
Ich hab mir nun auch endlich einen mit Strom versorgten USB-Hub zugelegt. Dadurch funktioniert nun auch endlich meine externe Festplatte mit meinem Zaurus. Nun nur darauf umstellen und dann ist mein Server fast komplett. Ist schon ziemlich praktich, so ein FTP- und SVN-Server.
Aber manchmal gibt es ja auch gute/lustige Erlebnisse im Praktikum. Darum hab ich mal ein paar "Chemistry at it's best"-Bilder hochgeladen.
Dienstag hatte ich erstmal versucht ein bisschen mein Arbeitsdefizit aufzuholen, indem ich die Nacht durch machen wollte. Hat nicht so ganz funktioniert, da ich um 6 Uhr beim lesen ständig eingeschlafen bin und mich die Wecker selbst nach einer Stunde schlaf nicht wach bekommen haben. Also hatte ich wieder mal verschlafen. Nuja. Ich kann ja leider auch nicht wirklich die ganze Zeit durch arbeiten, weil es manchmal ziemlich aufreibend ist, so lange wach zu bleiben. Da hat es mich mal wieder gepackt und ich wollte Amateurfunkern zuhören. Aber mit meinem Weltempfänger habe ich das bisher ja noch nicht hinbekommen. Also griff ich mal auf das WebSDR zurück. Dabei hatte ich einmal eine amerikanische Station und einmal eine österreichische Station zum Hören gewählt (80m-Band). Das war schon sehr lustig, auch wenn es nur übers Internet und ohne Senden war. Die Amis unterhielten sich über irgendwelche Donut-Varianten. So viel habe ich jedenfalls mitbekommen. Einige hatten aber auch einen ganz schön starken Akzent. Auf dem österreichischen Empfänger konnte man dann auch deutsche sprechen hören, wobei ziemlich viele Italiener zu finden sind. Die haben sich dann eher über technische Sachen gestritten. Ist jedenfalls mal lustig zuzuhören ^^.