Nach meinem letzten Beitrag kann ich euch versichern: Mir gehts noch ganz gut ;).
Ich hatte gestern im Grunde den ganzen Abend damit zugebracht, mein Funkgerät in digitalen Betriebsarten auszuprobieren, da ich mir ja endlich ein Interface dafür zugelegt hatte. Ein SignaLink USB, wers genau wissen will. Das hat nämlich eine eingebaute Soundkarte, was ich ganz gut finde, da man öfter hört Laptopsoundkarten wären nicht immer für digitale Betriebsarten geeignet. Man muss sagen, ich habe auch einige Leute gehört. Besonders auch viel weiter entfernte, als in SSB modulierter Sprache. (In PSK31 z.B. Polen und mit JT65-HF auch Spanier.) Allerdings hatte ich erwartet weit mehr Signale zu empfangen. Andererseits ist es auch nicht so überraschend, dass mehr in Sprache gefunkt wird, als digital. Nach vielem "hin und her"-Gestecke an meiner sehr provisorisch anmutenden Konserven-Antenne, habe ich es dann auch irgendwann geschafft die Antenne auf der Frequenz für PSK31-Betrieb anzupassen. Nur irgendwie habe ich das Gefühl, das reicht nicht um ein Signal aus meinem Appartement zu bekommen. Denn auch wenn ich natürlich nur mit Leistungen unter 10 Watt gesendet habe, hätte ich zumindest in JT65-HF erwartet, dass mich eine deutsche Station empfangen kann. Aber eine Verbindung brachte ich nicht zustande. Vielleicht strahlt doch das Kabel und ich sollte es nicht auf dem Fußboden rumlungern lassen. Ausprobiern ...
Jedenfalls sind es solche Tage - an denen man eigentlich andere Sachen machen sollte, als mit seinem Funkgerät spielen -, die mir zu denken geben, ob ich das mit dem Funken nicht einfach lassen sollte. Ich meine es wäre totaler Schmarrn, da ich jetzt schon durch die ganzen Geräte ziemlich viel Geld reingesteckt habe. Aber es kostet massig Zeit (ok, noch nicht so viel wie die Marching-Band, aber die kommt ja dazu ....) und Geld, ich kann den Leuten anscheinend nur zuhören und so ein begeisterter Schnacker bin ich ja auch nicht, alsdass Relais-Funk das richtige für mich wäre. Dazu kommt noch, dass es sehr wenige Funkamateure in meinem Alter gibt und in meiner Region - nach meinem Wissen - gerade sowieso nichts in dem Bereich los ist. Anscheinend gibt es sogar in Northeim mehr Fuchsjagden als in Göttingen. Ich würde das so gerne ändern - wie so vieles andere auch ;).
Die schlaflosen Wochen zu Beginn des Semesters waren im Rückblick schon interessant. Was mir auf einmal egal wurde, ist erstaunlich. Denn wenn ich bei Sinnen bin, stört es mich eigentlich, sofern eine Toilette keine Seife aufweist. Das ist aber - lustigerweise nur bei den Schüler-Toiletten - in der Schule, in der der Brass-Teil der Band immer probt, der Fall. Dafür haben sie aber drei verschiedene Automaten für die allgemeine Verköstigung. Das geht dabei von kleinen Naschereien bis zu halben Mittagessen in Instant-Form. Was die Schulen heutzutage alles haben. Zu meiner Zeit gab es sowas ja noch nicht ;). Naja, in den Wochen war mir beides ziemlich egal. Jetzt nervt mich der Seifenmangel und ich bin begeisterter Automatenkaffeekonsument. Wobei sich das begeistert auf das Konsumieren und nicht den Kaffee bezieht.
Oh und mir ist neben der Masse ein wichtiger Vorteil des Kindles gegenüber Büchern aufgefallen. Da ich größtenteils in Büchern fürs Studium blättere, fällt es mir schwer in den Büchern zu lesen, ohne den "Glöckner von Notre Dame" zu miemen. Allerdings bräuchte ich keine Liegestützen mehr machen, wenn ich das Buch höher halte ...
Jedenfalls ist das Problem mit dem Kindle gegessen, weil man es wirklich recht einfach in einer Hand vorm Gesicht halten kann.
Und da man ja heutzutage nichts mehr schreiben darf, ohne eine Quelle anzugeben, noch eben mein Literaturverzeichnis:
[1] KommilitonInnen (die ich hier nicht ohne Erlaubnis nennen möchte), Georgia Augusta Universität, Göttingen, 2011.