sollte man nicht durchführen. Da sind selbst hohe Ausbeuten des Produktes schlecht. Ich habe heute, bzw. gestern (je nach Weltanschauung), gemerkt, dass ich einem großen Fehler aufgesessen bin. Denn ich hatte mich geärgert, dass meine Backwaren immer so wenig aufgehen, obwohl ich versuche die Hefe vorher noch etwas zu züchten. Die Struktur ist zwar eigentlich ganz in Ordnung, aber trotzdem hatte ich das schonmal besser. Jedenfalls habe ich bisher immer ordentlich Zucker zu der Hefe gegeben und zwar in Form von Traubenzucker. Ich erhoffte mir damit eine schnellere Vergärung, weil der Zucker (Glucose/Dextrose) im Gegensatz zum Haushaltszucker nicht erst "gespalten" (hydrolisiert) werden muss, um von der Hefe verwendet werden zu können. Naja, mag sein, dass das die ersten Minuten funktioniert, denn meist hat es schön geschäumt. Aber anscheinend gibt es da noch den sogenannten Crabtree-Effekt. Dieser besagt, dass in höheren Konzentrationen (ab etwa 100 mg/l, was recht wenig ist, eigentlich) Glucose nicht mehr nach dem aeroben Stoffwechsel, sondern großteilig nach dem anaeroben abgebaut wird. Letzterer sollte vielen bekannt sein, denn dabei entsteht das berühmte Ethanol für unsere Alkoholika. Fürs backen nur insofern doof, als dass der Weg weit weniger Effizient ist und sich die Hefe durch zu viel Ethanol auch selbst tötet. Mal abgesehen davon, dass auch nicht so viel Gas dabei entsteht, wenn ich mich recht entsinne. Ich schätze ich sollte mein Backkonzept noch einmal etwas überdenken.
Auch das züchten soll wohl nicht so einfach sein. So ausgiebig habe ich es noch nicht ausprobiert, aber man benötigt wohl ziemlich sterile Umgebungen. Aber sollte man es austesten wollen, sollte man dafür Melasse verwenden. Sagt zumindest die Wiki ;). Ansonsten brauchen Hefen zum vermehren auch noch stickstoffhaltige Salze wie Ammoniumsulfat, -phosphat, etc. Diese werden dann auch bei der Vergärung von Lebensmitteln hinzugefügt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen