Montag, 16. Mai 2011

CQ CQ CQ

habe ich bisher zwar noch nicht so richtig (kurze Versuche waren schon da ;) ) gerufen, aber nun habe ich zumindest die Ausrüstung und bin stark am testen. Aber erstmal: Ich habe mich entschieden meine Einträge demnächst in Gruppen einzuteilen. Denn ich denke mal es interessiert nicht alle alles in meinen Beiträgen. Das war vielleicht auch der Grund, warum meine Leser wieder verschwunden sind ...

Afu:
Puh, es gibt wahrlich schon fast zu viel im Amateurfunk. Das merkt man spätestens, wenn es auf einmal 22 Uhr ist und man die ganze Zeit nur versucht hat, etwas über z. B. das HamNet oder den Funkruf (Seite der Afu-Gruppe der Uni Stuttgart) heraus zu finden. Ersteres ist ein aktuelles Projekt von Digital-Fans im Amateurfunk, ein Hochgeschwindigkeitsnetz über Funk für Funkamateure aufzubauen. Man könnte es mit Wlan vergleichen, nur halt bundesweit und sogar überregional (Also wien Internet, nur damit soll es nicht verglichen werden, unter anderem weil es zu diesem auch keinen Zugang gewährleistet). Funkruf stellt in etwa das dar, von dem ich vor einigen Jahren schon geträumt habe: Pager für Jedermann, bzw. Kurznachrichten überall für Funkamateure in diesem Fall. Schade ist dabei noch, dass die Pager selbst nicht senden können, aber immerhin kann man mit einem anderen Funkgerät über Packet Radio Nachrichten absetzen.
Generell ist mir aufgefallen, dass es selten zusammengefasste Informationen zur Benutzung von besonderen Betriebsarten im Amateurfunk gibt - für Newcomer mit begrenzter Zeit aber nahezu unbegrenztem Interesse etwas ungünstig. Wird wohl Zeit, dass ich eine Seite dazu aufsetze ;). Aber wenn ich die Infos selbst nicht zusammengetragen bekomme ...
Eine lustige Sache, die mir heute aufgefallen ist: Am 4.11.2011 soll es eine Feier zu 80 Jahren Amateurfunk in Göttingen geben. Eigentlich muss ich da hin (mein Geburtstag). Ich frage mich nur, ob das nicht auf Widerstand stoßen wird ^^.

Letzten Sonntag versuchte ich meine neue Ausrüstung auf Kurzwelle zu testen. Mit einem R1-Dipol (stark verkürzt, maximal 3.4 m, Alu) für 15 m - über einen manuellen Antennentuner auf 80 m angepasst - wollte ich auf 80 m betrieb machen. Das wurde leider nicht so viel, weil die meisten Stationen recht leise waren und das Rauschen dafür ziemlich groß, wogegen auch das Anschalten der meisten Filterfunktionen nicht viel half. Ich hatte viel rumprobiert, jedoch mit nicht allzu viel Erfolg. Ob es nun an der kleinen Antenne lag kann ich daher nicht sagen. Auf 15 m - dem eigentlich für die Antenne vorgesehenen Band - war jedoch erstaunlicherweise später (ab etwa 21 Uhr) alles ruhig im Hinblick auf das Hintergrundrauschen. Bei Empfangsversuchen in meinem Appartement hatte ich dort bisher auch recht starkes Rauschen wahrgenommen. Nunja, was ich aber viel cooler fand war, dass ich zumindest einen Griechen mit S7 und einen Spanier mit mind. S5 hören konnte. Im Gegensatz zu den Konversationen auf 80 m - bei denen das Rauschen lauter als die Stimmen schien und nach ein paar Minuten die Ohren weh taten - konnte ich die Gegenstation klar und so laut hören, dass ich die NF-Verstärkung wieder runterregeln musste. Das war vielleicht ein Erlebnis ^^. Nur leider war kein Schraubendreher zur Hand und der Dipol ließ sich spontan nicht mit dem Tuner anpassen (der Dipol war auf der kürzesten Länge), weshalb ich leider nicht antworten konnte/wollte. Mindestens eine weitere Person hatte ich gehört, diese unterhielt sich jedoch auf Polnisch oder Russisch - jedenfalls etwas aus der Ecke - und war für mich daher nicht zugänglich.
Ich hoffe ja immernoch irgendwie die Jugendarbeit hier in Göttingen etwas auf Vordermann bringen zu können. Nicht dass ich wüsste wie. Angeblich gab es mal eine Jugendgruppe, aber die soll sich wohl aufgelöst haben. Und an der Uni gibt es nicht direkt was, aber da bin ich noch etwas durcheinander. Denn immerhin gibt es eine Domain für einen Afu-Server, der auf die Uni hin deutet ^^. Und der blaue Turm bzw. die OC-Caféte würde sich doch so gut für ne Station eignen. Nunja, immerhin gibt es wohl in Northeim dieses Wochenende eine Fuchsjagd. Da hätt ich ja auch gern dran teilgenommen, aber das ist etwas kurzfristig und ich hab ja schon was andres vor. Aber so einen Peilempfänger für 80 m werde ich mir irgendwann wohl auch mal bauen wollen. Angeblich bekommt man jedoch die Ferritkerne nicht mehr so einfach. Ein netter Effekt dieser Aktivität ist allerdings auch, dass da jeder dran teilnehmen darf, da die Teilnehmer ja nicht senden. Daher ist das ganze auch eine beliebte Sache um Jugendliche zu werben.
Aber um zu der Uni-Station zurück zu kommen: Das führt mich doch glatt zu meiner nächsten Rubrik!

Uni:
Ich traute mich vor einigen Tagen nämlich mal zu fragen, ob man nicht einen Raum haben könnte, für eine AG oder sowas in der Art. Aber wies aussieht muss man dafür Zahlen, sofern es nichts mit Chemie zu tun hat, oder wenn der Hausmeister Überstunden machen muss und und und. Und da ich ja eine Afu-Gruppe an der Uni aufmachen wollte, würde das alles zutreffen, denn vor 18 Uhr würde ein Treffen eh nicht zustande kommen und 20 Uhr wäre schon realistischer. (Mal abgesehen davon, dass ich noch keine Interessenten außer mir kenne *hust*.) Am Wochenende haben die Hausmeister ja meist eh keinen Dienst. (Lustigerweise scheint das nicht zu interessieren, wenn man am Wochenende arbeiten will. Ok, ich kann nicht sagen wie das mit den Laboren ist, aber da arbeiten ja auch oft einige an den Wochenenden drin.) Kurz: Wenn ich das an der Uni machen wollte, müsste ich Milliardär sein (moment, dann bräucht ich die Uni ja garnicht *nachdenklich die Nase reib* ...). Und dann hätte ich ja noch nicht mal eine Funkstation. Wenn ich drüber nachdenke, was sie mir da an Sicherheitsbedenken und Bürokratie vorhalten würden .... *schauder*. Dabei würde sich die OC-Caféte sogar dafür eignen das jedesmal neu aufzubauen. Ein Dipol würde da so schön hinpassen *träum*. Aber ich schweife ab. Denn eigentlich geht es hier ja um die Uni. Die Sache ist nämlich die: Warum kann es in Amerika und GB und so ganz viele von Studenten geführte Interessengruppen geben und in Deutschland nicht? Wobei das ja nicht so ganz richtig ist. Geben tut es die ja auch, die Frage ist bloß inwiefern so etwas von der Uni unterstützt wird. Afu-Gruppen gibt es ja an einigen Unis, bloß gibt es dann meist auch einen unterstützenden Professor der dann verantwortlich ist. Und bei Sportgruppen wird einem halt kurz eine Zeit auf einem Platz zugeordnet. Erstaunlich dass das nicht mal für die Hörsäle funktioniert. Aber von Gruppen die fest irgendwelche Räume und weitere Einrichtungen der Uni nutzen weiß ich bisher noch nichts. Diese Flexibilität ist unglaublich. Puh, ich muss aufpassen nicht wieder über die Struktur und Organisation zu meckern ;). Bzw. die Lehre. Es gibt ja einen Ideenwettbewerb zur Verbesserung der Lehrsituation. Eigentlich wollte ich da mitmachen, nur habe ich es nicht rechtzeitig gebacken bekommen. Ich finde nämlich dass die spielerische Seite des lernens zu sehr fehlt. Ich bin kein Befürworter von Waldorf-Techniken - dass man z. B. eine Reaktion tanzt (Singen ginge aber schon, denke ich ^^). Aber einige Sachen lassen sich doch sehr gut spielerisch lernen, das Musterbeispiel ist das PSE-Tetris. Auswendiglernen made easy, um mal mein Denglisch zu trainieren. Und ich denke das lässt sich auf viele andere Bereiche erweitern. Das dürfte mindestens den Geek-Faktor der Spiele-Hersteller erhöhen und ich denke, dass es auch Leuten helfen dürfte, die nicht allzu große Motivation in diesem Bereich mitbringen. Aber naja, ich habe ja auch schon gehört, dass selbst die Didaktiker mittlerweile etwas realitätsentfremdet lehren, wenn ich mich recht entsinne.

So long (and thanks for the fish).

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