Freitag, 7. Januar 2011

Die Uni und das Studium

Achja, eigentlich habe ich nichts gegen Vorträge halten mal abgesehen davon, dass man sich da vor zig Leuten präsentieren und beweisen muss. Nervig wirds nur, wenn man dass zwischen zig andren Sachen reinquetschen muss. Und wie hatte ich doch so schön im MIG (Management Information Game) gelernt? Ein weiser Spruch war da: "Für einen guten 5 minütigen Vortrag brauche ich fünf Stunden." Ich glaube er ging etwas anders, wahrscheinlich waren es auch zwei Tage, nicht fünf Stunden ^^. Nunja, ein Nachteil bei langer Vorbereitungszeit ist dann natürlich, dass man sich selbst immer verrückter macht.
Eine andere Sache, die mir im Zusammenhang mit Vorträgen die Zeit raubt ist die Literaturrecherche. Sicherlich ist das ein Hauptteil des Ganzen. Aber wenn man dann noch eigentlich alle vielversprechend anhörenden Texte nicht downloaden kann, weil die Uni dafür kein Abonnement hat, ist das schon etwas ungünstig. Zumal einige Journals nicht mal sooo exotisch klingen ;). Wie soll man denn so arbeiten? Ich meine, das russische Paper hätte ich wohl nicht gerade weit lesen können, aber das war ja auch die Ausnahme. Überhaupt, was soll das, dass Paper etwas kosten? Sollten wissenschaftliche Informationen nicht frei sein? Naja, immerhin gibt es ja einige Seiten die so etwas frei herausgeben. Dabei ist mir auch ChemWeb mit seinem Newsletter "The Alchemist" aufgefallen (allerdings zufällig, da die Uni das als Journal führte und ich den Namen toll fand ^^). Dort kann man als (kostenfreies) Mitglied dann wohl von einigen Journals kostenlos Paper downloaden. In dem Newsletter erfährt man auch so coole Sachen wie die Graphit-Antenne. Da hat wohl jemand quasi eine einzelne Graphit-Schicht als Trampoling gespannt, dass auf elektromagnetische Wellen, also als Antenne reagiert. Angeblich zeigten sie auch, dass sich damit Radiowellen bei 33 MHz empfangen lassen. Vor kurzem hatte ich mir erst Gedanken darüber gemacht, wie cool es wäre molekulare Antennen zu haben. Immerhin wäre die Baugröße dann unabhängig von der Frequenz und man könnte so viel mehr mit anstellen. Natürlich heißt ein Radioempfang noch lange nicht, dass man damit auch senden kann, bzw. dass sich das so leicht einbauen lässt. Cool ist es nichtsdestotrotz.

So, nun gehts auch gleich erstmal wieder ins Praktikum, den Borsäureester das 5. mal aufarbeiten. Das Praktikum fing dieses Jahr auch erstmal wieder ziemlich erfolgreich an, indem ich einen 100 mL Dreihalskolben mit einem schönen Riss versehen hatte. Natürlich mal wieder weil ich nur an eine Zeiteinsparung gedacht habe, was wiederum nach hinten los gegangen ist. Na mal sehen, vielleicht habe ich heute zumindest etwas Feststoff .... muhaha ;).

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