Zugegeben, der Eintrag kommt etwas spät. Mittlerweile ist ganz Deutschland vom Schnee zugedeckt worden, bzw. taut langsam schon wieder ab (naja, die Straßen sind jedenfalls teilweise frei ^^). Aber trotzdem: Was haben Quanten mit Schnee gemein? Natürlich Göttingen. Wie gesagt hat es sich zwar mittlerweile beruhigt, die ersten Wochen dieser Schneezeit waren jedoch schon ziemlich krass. Es hatte im Grunde jeden Tag geschneit und wurde ständig mehr. Fand ich ja eigentlich ganz cool (wobei ich immernoch keinen Schneemann gebaut habe >_<), nur ist es sehr nervig, wenn einem ständig Schneeflocken beim Fahrradfahren in die Augen wehen. Da konnte man dann eigentlich auch gleich die Augen zu lassen, viel mehr hat man eh nicht gesehen. Naja, fast. Und sehr schön war auch, als ich dann morgens von mir zur Uni musste, was sich mit dem Fahrrad durch den meterhohen Schnee als etwas schwierig herausstellte. Immerhin bin ich nicht hingefallen, aber wurde dann von einem Taxi von der Straße gescheucht, da meine Fahrspuren durchgängig eine schöne Sinuskurve beschrieben. Naja, erst etwas angenervt hatte es doch einen Vorteil, dass nämlich die Fußgängerwege weit besser geräumt waren, als die Straßen. Wobei man da auch nur teilweise von "Räumung" sprechen konnte. Naja und das Gestreute war ja sowieso ein Placebo. Ich verstehe gar nicht, wie sie in den Nachrichten darauf kommen, dass die Städte so schnell ihre Streusalzvorkommen aufgebraucht hätten. In Göttingen schien so etwas gar nicht verwendet zu werden. Das Mittel der Wahl waren stattdessen diese mittelgroßen schwarzen Steinchen, die sich mit Vorliebe in Schuhen und Reifen fest hingen. Dadurch hatte man zusätzlich zu dem Schnee noch eine exzellente Hilfe bei der Verschmutzung seiner Wohnung, geschweige denn bei der Zerstörung der Karosserie seines Autos. Nunja, es geht allerdings auch anders, wie mir in Zwischenahn dann letzten Donnerstag demonstriert wurde. Sicherlich gab es auch da noch einige glatte Stellen, aber die Fußgängerwege sahen weit besser geräumt aus. Die Waldstrecke natürlich nicht, aber das hätte dann auch die Idylle zerstört.
So, nun zu den Quanten. Dabei ging es eigentlich nur darum, dass ich noch einmal ein paar Programme festhalten wollte. Vielleicht habe ich das teilweise schon getan. Zum einen gab es für quantenmechanische Rechnungen das OpenSource-Programm PSI3. Abgesehen davon, dass es frei gedownloaded und verwendet werden kann, scheint es auch die meisten Methoden zu beherrschen. Kurz gesagt: MP2 ist drin, sowie CCSD(T) und verwandte Sachen. Orbitale können natürlich ebenso berechnet werden, wie Minimierungen. Mir wurde allerdings empfohlen Orca gegenüber PSI3 zu verwenden. Ausprobiert habe ich das noch nicht wirklich. Der Umfang scheint aber ähnlich groß. Zudem scheint das Handbuch sehr umfangreich zu sein. Ich konnte jedoch noch nicht konkret rausfinden, ob NMR-Kopplungen berechnet werden können. Ein weiteres Hindernis ist andererseits, dass man sich auf deren Seite anmelden muss, bevor man Orca verwenden darf. Danach ist es aber für nicht-kommerzielle Zwecke frei verwendbar. Ein anderes Thema wäre natürlich noch die Parallelisierung, was ich aber im Moment nicht so im Kopf habe und auch nicht ausprobieren kann.
Und warum "kranker" Quantenschnee? Nunja, dass der Titel aus wild zusammengewürfelten Stichpunkten entstand, dürfte euch schon aufgefallen sein. Dabei geht es nämlich um mich (na so was ^^). Ich hatte mich während der Weihnachtstage anscheinend schon erkältet, aber letzten Montag ging es dann richtig rund. Ich weiß nicht ob es an zu wenig Essen und Trinken lag, oder nur an der Erkältung. Jedenfalls war ich fast den ganzen Tag schlapp und dabei wollten wir doch noch Möbel ausräumen. Und kurz vor Schluss kams dann natürlich richtig dicke, sodass ich den Abend im Grunde in der Horizontalen verbrachte. So etwas hatte ich selten, da dann auf einmal auch der Kreislauf mehr Freizeit haben wollte. Entsprechend ging das mit mal mehr mal weniger kribbelnden Gliedmaßen und Schwindeligkeit einher. Beine Hochlegen half in so einer Situation glücklicherweise. Nunja, am nächsten morgen ging es mir schon wieder ganz gut, dann waren hauptsächlich nur noch die Erscheinungen der Erkältung zu erkennen. Das "interessante" bei der ganzen Sache ist jedoch, dass mir letztes Jahr ähnliches passiert ist, meine ich. Just an dem Tag bevor ich wieder nach Göttingen fahren wollte, ging es mir nicht gut, wodurch ich das Ganze verschieben musste. Es müsste außerdem in etwa um das gleiche Datum gewesen sein. Ob das Zufall war? Ich werde es die nächsten Jahre sehen.
Und wer es tatsächlich bis ans Ende dieses Eintrags geschafft hat (oder so clever war bis zum Ende zu springen ;) ), dem wünsche ich (aber den anderen insgeheim natürlich auch) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vorher werde ich wohl nicht mehr schreiben.
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Bei den kleinen Steinchen handelt es sich um den guten alten Split, der deutlich umweltfreundlicher ist als das böse Streusalz.
AntwortenLöschenIm übrigen ist hier der Zuweg zum Haus auf unbestimmte Zeit wegen Glätte und Lawinengefahr gesperrt.
(Mal sehen, wann das hier gelesen wird)