Sonntag, 21. Februar 2010

Die Clementinenkerze

Vorgestern bin ich auf dem Weg durch das OC-Praktikum auf ein Plakat gestoßen, auf dem eine "Anleitung" für den Bau einer Kerze aus einer Mandarine stand. Das hörte sich so einfach und günstig an, das musste ich natürlich probieren. Also am selben Tag noch Clementinen gekauft. Beim zweiten Versuch habe ich es dann auch hinbekommen die Clementine auszuschälen, ohne dass dieser Stengel in der Mitte mit ab ging, oder die Clementine undicht wurde. Dazu schneidet man am Besten einen Teil - Ich entschied mich für etwa 3/4 der Höhe - der Clementine ab. Das Fruchtfleisch sollte dann mit einem Messer von der Schale gelöst werden, soweit es geht. Dann können die einzelnen Segmente auch schon vorsichtig (damit der Stengel nicht mit rausgerissen wird) herausgenommen werden. Danach sollte die Clementine getrocknet werden. Über Nacht stehen lassen hat dabei in meinem Fall gereicht, wie es aussieht. Andererseits war es auch der erste Versuch...
Denn die Clementinenkerze lässt sich nicht ganz so einfach entzünden, wie kommerzielle. Dafür wird die Clementine einfach mit Speiseöl (in meinem Fall Rapsöl) gefüllt. Da ich jedoch zunächst Schwierigkeiten hatte, die Kerze (wie angekündigt) zu entzünden, scheint es wichtig zu sein, den Docht zunächst etwas mit Öl zu tränken. Auch schadet es wohl nicht die Oberfläche des Ölreservoirs beim entzünden mit zu heizen. Die Flamme war bei mir bisher nicht überragend groß, aber wer will schon einen Flammenwerfer als Kerze? ;) Dafür brennt sie auch schon fast 7 Stunden oder so. Und hier nun noch ein Bild von ihr in Aktion:


Edit:
Bei weiteren Zündversuchen fiel mir auf, dass das Problem des Anzündens wahrscheinlich weniger an dem ungetränkten Docht liegt, sondern an dem zu kleinen Dampfdruck des Öls zum Zeitpunkt des Entzündens. Daher braucht man den Doch nicht mit Öl zu bestreichen, wenn man ihn entzünden möchte. Vielmehr sollte man darauf achten, dass die Flamme beim Anzünden auch die Oberfläche erhitzt, damit sich schon zu Beginn genug Dämpfe bilden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen