Donnerstag, 28. Oktober 2010

Krieg an der Uni und Platz auf kleinen Displays

Rankings sind schuld am Stress und der Rivalität in Bachelorstudiengängen. Mal eine andere Sichtweise auf das Problem, oder nicht? Auch wenn das eine sehr wenig belegte Behauptung ist, lässt es sich doch recht einfach darauf zurück führen. Aber zunächst zur Tatsache. Letzten Dienstag habe ich das erste Mal mitbekommen, wie das so wirklich ist, wenn sich zu viele Studenten panisch anmelden, aus Angst ihren, oder überhaupt einen, Platz nicht zu bekommen. Es ging um Vortragsthemen im Rahmen eines Seminars. Interessanterweise gab es dieses Mal wirklich zu viele Studenten für die Themen. Daher wurden Studenten, die sich zu spät angemeldet hatten, gebeten das ganze ein Semester später zu machen. Und da es für alle ja gleiches Recht bei der Wahl der Themen geben musste, wurde ein Eröffnungstermin zum Anmelden vereinbart. Nunja, da war schon vorauszusehen, dass es stürmisch wird. Es ging so aus, dass ich, sobald meine PC-Uhr auf 18 Uhr sprang schnurstracks in die Themenauswahl gesurft bin und mich angemeldet habe. Und obwohl ich meine recht schnell gewesen zu sein (ok, ich musste etwa 3 Seiten surfen, also ich hätte es noch verkürzen können), gab es nach diesen 5-10 Sekunden, die die Anmeldung gerade offen war, auch schon so viele eingetragene Studenten. Nach etwa 30 Sekunden war dann auch schon nahezu alles belegt. Würde das verfilmt werden ... der Film würde keine Jugendfreigabe bekommen. Da fragt man sich manchmal, wie es so weit kommen konnte, dass sich die Studenten so um Themen kloppen. Den Teilnehmern selber kann man es eigentlich nicht verübeln und auch wenn natürlich noch ein paar Themen mehr angeboten werden könnten (die Kapazität der Fakultät außen vor gelassen), kann man das den verantwortlichen Dozenten auch nicht wirklich vorwerfen. Letztendlich ist es einfach die schiere Masse an Studenten, die die Fakultät zuvor nie hatte. Und woher kommt das? Ich denke einen großen Teil machen Rankings wie das CHE schon aus. Immerhin wars unter anderem auch ein Kriterium für mich.

Und nun zum zweiten Teil, der damit natürlich überhaupt nichts zu tun hat. Da ich gerade wieder dabei bin ein kleines Offline-PSE-Tetris mit Actinoiden und Lanthanoiden zu programmieren, stieß ich auf ein Problem. Ich bin ja häufig unterwegs und arbeite daher auch gern von meinem Laptop aus. Und mein Lieblings-IDE ist bisher Codeblocks, da es geniale Vervollständigungen hat, usw. Nur verbraucht das auf einem 10.1" Display so viel Platz, dass damit nicht mehr wirklich gearbeitet werden kann. Also suchte ich nach einem Konsolen-IDE. Davon gibt es ein paar, aber die meisten sind recht alt und entweder sie kompilieren nicht, oder sie können nicht mehr gedownloaded werden. Zum zweiten zählt TIA (Ein ADA/Anything IDE), der anscheinend sogar noch weiter entwickelt wird. Zum ersten zählte Motor, das ich aber nun doch noch zum kompilieren bekommen habe. Der Code ist halt schon 5 Jahre alt. Daher gibt es mit GCC 4.4 auch einige "deprecated-Warnungen". Die Kompilationsfehler ließen sich jedoch relativ einfach beheben, indem in parser/src/strfn.[h/c] die strndup-Funktion auskommentiert (gibt es in libc schon) und "#include " in die .cc Datei mit dem letzten Fehler hinzugefügt wurde. Dann kompilierte es zumindest auf meinem Ubuntu 10.04 (WattOS). Und der IDE gefiel mir sehr. Er hat zwar anscheinend keine Autocompletion, aber dafür VCS und automake Unterstützung. Will heißen man hat integriert CVS-Funktionen und um die Makefiles braucht man sich auch nicht zu kümmern, das wird alles automatisch gemacht. Ist nur schade, dass keine SVN-Unterstützung drin ist, aber das ist halt der nachteil, wenn der Code so alt ist. Trotzdem ein sehr empfehlenswertes Programm, falls man gerne in der Konsole arbeitet und/oder den maximalen Platz des Displays zum Programmieren braucht.

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